Praxisgemeinschaft für Physiotherapie und Osteopathie

Stephan Hillesheimer   Jan Assmann   Karsten Géronne

PHYSIOTHERAPIE


Physiotherapie ist eine Therapieform zur Behandlung

  • körperlicher Funktionseinschränkungen und Beschwerden
  • zur Nachbehandlung bei Unfällen oder Verletzungen des Bewegungsapparates
  • zur Nachbehandlung nach Operationen und Implantation von Gelenkersatz
  • zur Behandlung neurologischer Erkrankungen und deren Rehabilitation


Die Physiotherapie dient aber auch der Prävention / Vorsorge

  • von Haltungsstörungen
  • Erkrankungen durch Bewegungsmangel und einseitige Belastungen im Berufsleben
  • und zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Ausdauer


Behandlungsdauer in unserer Praxis:  25 Minuten



Im Laufe der Jahre wurde die Physiotherapie immer spezifischer und umfasst verschiedenste Behandlungsmethoden:


  • PHYSIOTHERAPIE / KRANKENGYMNASTIK

Die Krankengymnastik wird als ein Bestandteil ärztlich verordneter Physiotherapie in Verbindung mit anderen Therapiemethoden oder als Einzeltherapie eingesetzt. Diese Therapieform nutzt Bewegung (aktiv oder passiv) zu Heilungszwecken, sie wirkt spannungsregulierend und schmerzlindernd auf die Muskulatur, bewirkt eine Mobilisation und Stabilisierung des Bewegungsapparates und dient der Korrektur und Wiederherstellung des Muskelgleichgewichts.


  • MANUELLE THERAPIE

Die Manuelle Therapie ist eine Untersuchung- und Behandlungstechnik, die dem Auffinden und Behandeln von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates dient. Zunächst werden mit zielgerichteten manuellen (lateinisch: Manus = die Hand) Untersuchungstechniken die Ursachen von Funktionsstörungen, Beschwerden, entzündlichen Prozessen oder Schmerzen herausgefunden. Durch spezielle Techniken werden die Beschwerden und Funktionsstörungen an den Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern des Bewegungsapparates verbessert oder beseitigt.


  • NEUROLOGISCHE BEHANDLUNG nach Bobath

Diese spezielle Therapieform ermöglicht eine gezieltere und damit effektivere Behandlung bei neurologischen Erkrankungen wie

  • Schlaganfall
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Hemiplegien (Halbseitenlähmungen)
  • Tetra- und Paraparesen (Querschnittslähmung)
  • Muskeldystrophien und -lähmungen
  • Schädel-Hirn-Traumen


  • KIEFERGELENKSBEHANDLUNG

Eine Reihe von Erkrankungen oder Krankheitszeichen haben ihre Ursache in einer Über- oder Fehlbelastung der Kaumuskulatur, der Kiefergelenke sowie der oberen Halswirbelsäule (Atlas und Axis = 1. und 2. Halswirbel)

Folgende Symptome können ihre Ursachen in den genannten Bereichen haben:

  • Gleichgewichtsstörungen
  • Schwindel
  • Tinnitus, Hörstörungen
  • Sehstörungen
  • Heiserkeit und funktionelle Stimmstörungen
  • Schluckbeschwerden
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Verspannungen im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich
  • Abrasionen der Zähne, Zähneknirschen

Durch Ausbildung von sogenannten Triggerpunkten können auch Schmerzen in anderen Körperregionen ausgelöst werden (Projektionsschmerz). In der physiktherapeutischen Praxis werden manuelle Therapiemassnahmen angewendet, um die Beschwerden zu behandeln. Bei Blockierungen und Bewegungseinschränkungen werden die betroffenen Gelenke sanft mobilisiert und die schmerzhaft verspannte Kau- und Nackenmuskulatur entspannt.


  • MANUELLE LYMPHDRAINAGE

Das Lymphgefässsystem überzieht wie ein feines Netz unseren Körper. Es beginnt in den Zwischenzellräumen mit fingerähnlichen Ausstülpungen und bildet dort aus der lymphpflichtigen Last (Zelltrümmer, Eiweiss, Bakterien, Viren, Gewebeflüssigkeit) die Lymphe. Die Lymphe wird über die Lymphkapillaren, Präkollektoren, Kollektoren und Lymphknoten den Lymphstämmen zugeführt. Von dort gelangt sie zwischen oberer Hohlvene und Herz, im sogenannten Venenwinkel, wieder zurück in den Blutkreislauf. Bei gesunden Erwachsenen sind das etwa zwei bis vier Liter Lymphe pro Tag. Sobald das Lymphgefässsystem seine oben beschriebene Aufgabe nicht mehr erfüllen kann, entsteht ein Lymphödem: es sammelt sich sicht- und tastbar Flüssigkeit im Gewebe und bildet eine Schwellung. Man unterscheidet primäre und sekundäre Lymphödeme. Das sekundäre Lymphödem ist immer durch äussere Einflüsse verursacht, das heisst es wurden Lymphbahnen unterbrochen durch Entzündungen oder mechanische Schädigung wie Knochenbrüche, Verbrennungen, Infektionen durch Bakterien oder Pilze, Bestrahlung und Operationen mit Entfernung von Lymphknoten.

Die Manuelle Lymphdrainage ist eine mit den Händen ausgeführte Behandlungstechnik, mit der die Gewebsflüssigkeit innerhalb des Lymphsystems weitergeleitet und verschoben werden kann. Mit speziellen Griffen wird die Lymphmotorik angeregt und die Pumpleistung der Lymphgefässe verbessert. Im Anschluss an die Lymphdrainagebehandlung sollte eine Kompression der Extremitäten mit einem Kompressionsverband oder geeigneten Kompressionsstrümpfen erfolgen.


  • KINESIOTAPING   -   kinesiologsches Taping

Das kinesiologische Tape ist ein farbiger elastischer Pflasterstreifen, der mit unterschiedlicher Spannung auf die Haut geklebt wird. Durch das Tape kann eine Schmerzreduktion bewirkt werden, die Spannung und Ansteuerung der Muskulatur wird positiv beeinflusst und die Gelenkfunktion wird unterstützt.

Die Haut ist ein grosses Reflexorgan und enthält viele Rezeptoren, über die das Tappig wirkt. Es werden kurzfristige und langfristige Wirkungen unterschieden, je nach Dauer des Tapings. Dabei werden unterschiedliche Rezeptoren angesprochen, die zusätzliche Informationen über die Position und Belastung der jeweiligen Körperregion an das Gehirn weiterleiten. Unser Gehirn steuert nun die optimale Anpassung der Spannung der Muskulatur und der Stabilität der Gelenke.